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Über mich

In der Arbeit mit Tieren sehe ich meine Bestimmung. Meine Überzeugung ist es, dass wir Menschen in der Verantwortung stehen uns bestmöglich um ihre Pflege zu bemühen, um ihnen das aufgezwungene Leben in Gefangenschaft so angenehm und artgerecht wie möglich zu gestalten.

Bereits als Kind fühlte ich mich sehr zu Tieren hingezogen. Meine Schwester und ich hatten das grosse Glück, fast jede Art Tier halten zu dürfen. Wir hatten Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse und Ratten. Unsere Leidenschaft war es, so viel Zeit wie möglich auf einem Bauernhof in unserem Dorf zu verbringen und die Tiere zu versorgen. Dieser Hof nennt sich heute ‘PferdeAmRhein’ und pflegt eine artgerechte und natürliche Pferdehaltung. Diese Philosophie hat mich sehr geprägt.

In unsere Familiengärtnerei aufzuwachsen ermöglichte mir einen Bezug zu Pflanzen aufzubauen, insbesondere zu Kräutern.

Als ich sieben Jahre alt war wurde meiner Schwester und mir unser grosser Wunsch erfüllt. Wir bekamen Ponys, um die wir uns kümmern durften. Sofort war ich vom ‘Pferdevirus’ befallen. Wir verbrachten so oft wie möglich den ganzen Tag mit ihnen im Wald und in der Natur. Diese Leidenschaft, frei durch die Natur zu reiten, blieb meine Lieblings-Freizeitbeschäftigung. Ich hätte mir allerdings nie vorstellen können, Sportreiterei zu betreiben.

2009 erfüllte ich mir einen langersehnten Wunsch. Ich ging für ein Jahr nach Chile. Dort lebte und arbeitete ich auf dem Pferdegestüt ‘Flor de Romeo’, ein Vollblutarabergestüt, dass von dem Tierarzt Fernando Medina betrieben wird. Dies war eine unglaubliche Möglichkeit für mich, diese Art Pferderasse, die mich bereits seit ich denken konnte fasziniert hat, kennen zu lernen und diese edlen und sensiblen Wesen zu reiten.

Meine Arbeit umfasste tägliche Kontrollritte über das 50 Hektar grosse Gelände. Diese Ritte zu den Stuten und Fohlen, Fütterung, Pflege der Tiere, die Ausbildung der jungen Pferde und das Qualifizieren dieser für Ritte, das schonende Training der Distanzpferde und das Begleiten des Herrn Medina zu seinen Kunden war mein Alltag.

Hier lernte ich das erste Mal die Disziplin Distanzreiten kennen. Von Anfang an war ich begeistert von diesem Sport. Hierbei werden Pferde über eine vorgegebene Strecke von vielen Kilometern, über unterschiedlichstes Gelände, in einer vorgegebenen Geschwindigkeit geritten. Ziel ist es, mit den Pferden in einem frischen und tierärztlich beanstandungslosen Zustand anzukommen. Als Reiter muss man sehr einfühlsam auf die Fähigkeiten seines Pferdes eingehen und dem Tempo, der Reitweise, und wie das Pferd mit den Bodenverhältnissen zurechtkommt, Beachtung schenken. Die Tiere werde vor dem Start, nach dem Zieleinlauf und, bei längeren Ritten, in 50 Minuten lange Pausen von Tierärzten auf Kondition und Gesundheitszustand überprüft. Nur die vom Tierarzt für reittauglich erklärten Tiere dürfen teilnehmen, bzw erhalten eine Anerkennung im Ziel. Um die Tiere hierauf vorzubereiten bedarf es eine an die geforderte Leistung abgestimmte Fütterung, Training im offenen Gelände und viel Weidegang, um ihr Immunsystem und ihre Muskulatur zu stärken. Das Distanzreiten ist somit eine Sportreiterei, die absolut meiner Philosophie entspricht. Ich hatte in Chile nicht nur die Möglichkeit die Pferde hierfür auszubilden, sondern durfte auch an einigen Ritten von 30-80 km Länge, mit Erfolgen, teilnehmen.

In diesem Jahr durfte ich auch den gesamten Zyklus von der Deckung bis zur Geburt der Pferde miterleben. Dies war eines der schönsten Erlebnisse dort.

Auf der ‘Flor de Romeo’ lebte damals ein Rudel Hunde, vorwiegend Foxterrier Chileno, die es lieben eng beieinander zu sein. Bereits in meinem ersten Monat habe ich meine kleine Hündin ‘Lauchita’ gefunden. Wir begegneten uns bei meinem ersten Distanzrennen in Rupanco, Nähe Villarica. Sofort wusste ich, dass wir zusammengehörten. Sie fühlte sich auch sofort im Rudel auf ‘Flor de Romeo’ wohl.

Seit 2010 bin ich selbst glückliche Pferdebesitzerin. Mineptah geniesst ihr Leben in einem Offenstall in einer Herde mit 14 Kollegen, in Feldi bei Anita Herzig. Entgegen der gängigen Pferdehaltung, bei der die Tiere bis zu 23 Stunden täglich in der Box verbringen, steht für mich die artgerechte Haltung an erster Stelle. Ich bin davon überzeugt, dass wir das unseren Tieren schuldig sind! Nur durch angemessene Bewegung und Training, sowie individuell angepasstes Futter, ist es möglich, das ganze Leistungspotential eines Tieres zu entfalten. Dies verlangt auch unser Tierschutzgesetz.

2010 startete ich mit einem Praktikum zur Equigard Compact Ausbildung im Reitstall Ernst Brütsch, 8252 Schlatt. Dies gefiel mir sehr gut, und ich startete noch im selben Jahr mit der Ausbildung Equigard Plus, Modul „Ausbildung und Training des Pferdes“ am Schweizerisches Nationalgestüt SNG in 1580 Avenches. Direkt im Anschluss erzielte ich hier ebenfalls Equigard Compact, ein Zertifikat zur gewerblichen Haltung von Pferden und Equigard Plus, Modul „Fohlen und Aufzucht“.

Im Jahr 2013 verbrachte ich weitere 6 Monate in Chile. Dieses Mal arbeitete ich als Trainerin international laufender Pferde. Schnell wurde mir klar, dass diese Art der Sportreiterei im Hochleistungbereich für mich, aus ethischen Gründen, nicht vertretbar ist. Ich kehrte zurück in die Schweiz. Dennoch wurde mir in dieser Zeit bewusst, dass das Management rund um die Gesundheit der Tiere, und insbesondere die Auswirkungen korrekter Fütterung, mich begeistert. So begann ich nach meiner Rückkehr meine Karriere in diese Richtung zu lenken. Ich absolvierte 2015-16 den Lehrgang Ernährungsberatung Hund/Katze an der ATN (Akademie für Tiernaturheilkunde, Zürich). 2017 begann ich die Ausbildung zur ganzheitlichen Tierernährungsberaterin Hund/Katze/Pferd am DIFT (Deutsches Institut für Tierpsychologie & Tiernaturheilkunde, Arakanum vitae 9555 Tobel).

Das Erlernte konnte ich bald an meinen eigenen Hunden erfolgreich einsetzen. Lino litt an Durchfall und Bauchschmerzen. Er magerte immer weiter ab. Durch die Umstellung seines Futters hat er heute keine Probleme mehr. Lauchita erlitt eine Fraktur in einem Gelenk und fast zur gleichen Zeit ein Kreuzbandriss, welcher operiert werden musste. Dies war doch eine sehr langwierige Sache, und verlangte uns sehr viel Geduld ab. Dennoch, es hat sich gelohnt. Sie ist wieder so fit und agil wie ein junger Hund, voller Lebensfreude.

Durch diese Erfahrungen geprägt und mit meinem steigenden Wissen über die optimale Tierernährung, entstand der Plan für Bobolino und das Fuetterschürli mit Lieferdienst.